
Liebe Freunde,
wenn in den Texten des Tagebuches irgendwo die Rede von Fotos ist oder darauf Bezug genommen wird, dann klickt bitte entweder auf den Text dazu, der dann möglicherweise verlinkt ist auf die Fotoseite oder geht bitte einfach direkt auf die Fotoseite des jeweiligen Monats. Dort solltet ihr die meisten Fotos finden, die irgendwann auf der ersten Seite zu finden waren. .
Tagebuch -
Januar bis Juni 2009
Tagebuch 2009
18. Juni 2009
Jetzt können wir euch mal wieder was Neues berichten: Puschel beginnt so langsam wieder, ihr rechtes (kaputtes) Bein zu belasten. Das muss, wie ihr wisst, sehr vorsichtig geschehen, aber es gut, wenn es auch hier wieder ein wenig vorwärts geht. Ihr seht sie oben auf den Bildern beim “Ausführen” ihres Pony´s. Da sitzt sie noch auf dem Quad. Das war vorgestern. Gestern hat sie sich vorsichtig mal wieder selbst “richtig” aufs Pferd gewagt. Bevor die wirklich etwas dramatischen Röntgenaufnahmen von dem letzten Bruch im Becken gemacht wurden, wurde ihr rechtes Bein beim Sitzen auf dem Pferd taub. Der gestrige und heutige Versuch auf dem Pferd war positiv. Dennoch ist natürlich weiter Vorsicht geboten. Aber es motiviert sie natürlich.
Nun müssen wir am 25., also in einer guten Woche, wieder nach Berlin zur nächsten kompletten Krebsuntersuchung. Da gehts dann, mehr noch als beim Reiten oder dem Becken, ums Ganze. Danke, dass ihr im Gebet dabei seid!
In der ersten und zweiten Augustwoche gibt es in Schweden bei den Fackelträgern eine Jugendfreizeit für 14-17jährige. Dort ist Puschel als Mitarbeiterin geplant. Würdet ihr mit darum beten, dass es dann tatsächlich möglich wird? Und dass sie dann auch Weisheit und Konzentration hat?
Falls noch jemand mitfahren möchte (wie gesagt 14-17Jahre!), dann meldet euch bei Puschel. Einige wenige Plätze gibt es noch.
10. Juni 2009
Im Moment geht hier der Alltag wieder seinen Gang. Puschel hatte innerhalb der letzten zwei Wochen eine Menge Besuch und war sehr aktiv. Jetzt ist etwas Ruhe eingekehrt, und sie hat sich um manchen Bürokram zu kümmern.
Mehr und mehr steht die Frage, ob es irgendwann - oder auch evtl. noch in diesem Jahr (?) mit einer Zusatz-Ausbildung etwas werden kann. Puschel möchte es zwar gern. Doch vorher müssen einige Dinge im Blick auf den Krebs und auch im Blick auf den Zustand ihres Beckens klar sein. Wenn, dann wird sie ziemlich komplett selbständig leben können müssen. Sie würde eine solche Ausbildung bezahlt bekommen. Aber das geht erst, wenn sich noch mehr Stabilität einstellt. Vielleicht könnt ihr dafür einfach mit beten. Wir wären euch sehr dankbar.
Vor zwei Tagen ist sie im Gelände über einen Baumstamm gefallen und hat sehr unglücklich einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen. Offensichtlich ist jedoch nichts Gravierendes geschehen, sodass sie nur eine Beule am Hinterkopf hat.
Eine Information, die viele von euch interessieren dürfte, ist, dass die nächste Untersuchung in Berlin, nun nicht für den 16.6., sondern erst für den 25. Juni angesetzt ist. Da wird sich dann vielleicht etwas genauer zeigen, wie ess im Blick auf Metastasen und Krebs zur Zeit steht. Danke, dass ihr weiter hier hereinschaut!!!
01. Juni 2009
Heute wollen wir euch mitnehmen auf die letzte Reise, die wir gemeinsam gemacht haben: Puschel mit der Jugendgruppe unserer Gemeinde - erneut zum Pfingstjugendtreffen in Aidlingen. Es war für Puschel richtig wichtig, dabei zu sein. Und es ist immer wieder nicht selbstverständlich, wenn es dann tatsächlich etwas wird. Aber alle die Freudne im Süden Deutschlands wieder zu sehen, bedeutet ihr doch sehr viel. Sie war wieder bei einer befreundeten Familie in Gärtringen, diesmal bei Baders, wunderbar untergebracht. Die anderen Jugendlichen durften in Zelten (die Jungs) oder in festen Massenunterkünften (die Mädchen) schlafen.
Kurz: Gott hat Puschel die Kraft und einen guten Zustand erhalten, dass sie die Tage wirklich komplett erleben und genießen konnte - und das bei einer Menschenansammlung von 6000 Jugendlichen!! Das ist ein wirklicher Grund zur Freude und zur Dankbarkeit.
Überdies gab es eine Menge an geistlich-biblischem Input. Wenn ihr mögt, schaut einfach mal im Internet unter
www.jugendttreffen-aidlingen.de nach. Erneut ist deutlich geworden, dass Gott gute Gedanken über uns hat. Das, was ER gibt, ist einfach das Beste, was uns geschehen kann, auch, wenn wir es nicht immer gleich merken... Ihr könnt euch sogar dort Predigten, z.B. von Hans-Peter Royer (Leiter der Fackelträger am Tauernhof in Österreich), aber auch alle anderen herunterladen.
Das ist nun auch für die nächste Zeit wichtig. denn in 14 Tagen stehen die nächsten Untersuchungen im Blick auf den Krebs an.
Es hat uns wirklich erneut berührt, dass sich immer wieder viele viele junge und ältere Freunde und oft auch uns Fremde hier auf dieser Seite nach Puschels Ergehen erkundigen. Danke danke dafür! Danke für alle Gebete. Danke für eure Treue! Gott segne euch! Wir lassen euch wissen, wie es weitergeht!
27. Mai 2009
Heute hat Puschel ihren 26. Geburtstag.
Und wir danken Gott für jeden Tag, den ER ihr und uns mit ihr schenkt. Es sind auch immer wieder Tage dabei, in denen sie gern Seine Größe und Liebe zu uns Menschen verkündigen kann. Sie erzählt aus ihrem Leben, wenn sie darum gebeten wird, gern, obgleich sie nie gern vor vielen Menschen steht. Aber es ist immer ihre Dankbarkeit gegenüber Gott und ihre Liebe zu IHM.
Und es ist in der Tat ein Wunder, dass sie diesen 26. Geburtstag erleben kann. Wenn man bedenkt, dass sie am 24. Geburtstag nur wenig Chancen hatte, den Krebs zu überleben. Wir wissen auch jetzt noch absolut nicht, wie es weitergeht. Denn die Zukunft liegt in Gottes Hand. Die Metastasen, die bei den letzten Untersuchungen in ihrer Lunge gefunden wurden, machen nicht gerade Mut. Und die nächsten wichtigen Untersuchungen sind in etwa drei Wochen dran.
Bei allem aber dürfen wir wissen, dass Gott ihr Leben auch im neuen Lebensjahr in Seiner Hand hält, und das Tag für Tag. Jeder Tag ist Sein besonderes Geschenk. Und jedes Lebensjahr erst recht.
Am Freitag möchte Puschel gern mit der Jugend unserer Gemeinde wieder zum Pfingstjugendtreffen nach Aidlingen fahren. Und es sieht alles so aus, als würde das auch gehen. Es wäre schön, wenn ihr mit dafür beten könntet, dass es während dieser Zeit keine Komplikationen gibt und sie auch die lange Fahrt gut übersteht. Die Dinge, die für uns fast selbstverständlich sind, sind es für sie eben nicht.
Eins belastet sie immer wieder ein bisschen: Sie sagte gestern: “Papa, ich muss noch eMails beantworten, die schon monatelang in meinem Postfach sind...”. Da habe ich nur gesagt: “Schreibe immer, soviel du kannst, sie werden es verstehen...” Und ich hoffe, ihr versteht es, wenn es soooo lange dauert, falls ihr ihr geschrieben habt, aber noch keine Antwort da ist. Für sie ist dennoch jede Mail und jedes Gebet eine Ermutigung! Vielen Dank!
21. Mai 2009
Puschel wurde an dem Abend, als sie den Studenten in der Fackelträger Bibelschule von Holsby Brunn aus ihrem Leben erzählte, von einem Studenten gefragt, wie denn die Prognose im Blick auf den Krebs in ihrer Hüfte wäre. Wie sind die Aussichten, wie die Chancen auf Heilung?? Sie konnte dort nur sagen: Ich weiss es nicht. Medizinisch-menschlich sind sie nach dem Auftreten von Metastasen ziemlich schlecht. Niemand von uns weiss, wie es weiter gehen wird. Und wir können nur von einer großen Untersuchung bis zur nächsten denken und planen. Puschel hat dann aber auch gesagt: Ich bin dankbar für jeden neuen Tag. Ich nehme alles aus Gottes Hand, was er schenkt. Ich kann ja nur abwarten, wie es weitergeht. Doch ich weiss auch, dass die medizinisch-menschliche Sichtweise nur die eine Seite der Realität ist. Denn ich weiss: Gott hält mich und alles, was mit der Krankheit zusammenhängt, in seiner Hand.
Es ist gut, zu sehen, dass Gott Puschel eine grosse Grundgelassenheit in das Leben hinein mit gegeben hat. Sie hat eine natürliche Gabe, Dinge auch einfach einmal auf sich zukommen zu lassen.
Wir haben auch andere Krebspatienten erlebt, die das so konnten. Das ist ein Geschenk. Doch es führt nur bis zu dem Punkt, an dem man sagt: Du kannst eh nix dagegen tun, also, nimm den Tag so, wie er kommt.
Das Beste aber ist, dass Puschel die Dinge eben nicht nur als sowieso unabänderliches Schicksal nehmen muss, sondern weiss, dass Gott mit ihr und mit ihrer Krankheit einen Plan hat und weiss, was ER tut. Das ist bei weitem mehr, als die natürliche Gabe, die Dinge positiv und optimistisch zu sehen. Denn hier kommt das Vertrauen zum Tragen, dass sie zu ihrem Vater im Himmel haben kann. Und das gibt allem eine Richtung, die aus den Vergänglichkeiten unseres Lebens hinaus weist - hinein in die Ewigkeit und damit die Wirklichkeit unseres Vaters im Himmel.
Die Geschwister hier in Holsbybrunn haben Puschel offensichtlich nach wie vor als Teil ihrer Familiy fest in ihrem Herzen! Und viele von euch auch! Und das tut unendlich gut. Vielen Dank immer wieder dafür!!
16. Mai 2009
Oben könnt ihr sehen, dass Puschel ein paar schöne Tage vor sich haben darf. Sie kann für eine Woche in Holsby Brunn in Schweden einige der alten Freunde aus der Zeit, bevor sie in El Salvador war, besuchen.
Das Wetter ist schön, Puschel kann sich bewegen. Sie ist nicht mehr, wie noch vor einem Jahr, völlig auf den Rollstuhl angewiesen. Sie hat zwar immernoch starke Schmerzmittel nötig, damit sie am normalen Leben teilhaben kann. Aber wir können dankbar sein, dass sie diese so bekommt, wie sie sie braucht.
Die Chemotabletten verträgt sie doch recht gut. Die Blutwerte halten sich auf einem permanent niedrigen Niveau. Aber wenn man vorsichtig ist, dann geht es auch. Natürlich ist ein Restrisiko dabei. Doch würde das Sitzen in den 4 Wänden zu Hause für ihre Gesamtkonstitution nicht gerade besser sein.
So darf sie sich, zumindest, was ihre “normalmedizinischen” Werte betrifft, weiter stabilisieren. Wir werden in etwa vier Wochen sehen, wie es wirklich ist. Dnn sind die nächsten Untersuchungen in Berlin. Wie es sich mit dem Knochenaufbau und der Statik ihres Beckens verhält, können wir dann erst sehen, wenn wieder neue Aufnahmen zur Verfügung stehen. Von ihrem Gefühl her aber scheint es langsam auch besser zu werden.
Bei allem ist das Beste, zu wissen, dass Gott die Dinge in der Hand hat. Und es ist wirklich schön, dass ER auch solche schönen Tage schenkt.
Danke für euer Gebet und eure treue Begleitung!
16. Mai 2009
Hierher gehört der Brief, den Puschel am 10. Mai geschrieben hat.
29. Apri 2009
Im Moment ist wieder nicht wirklich Neues zu berichten. Aber auch das ist ja nach wie vor nicht schlecht. Puschel geht es relativ gut. Die Blutwerte sinken jetzt nur noch langsam (allerdings wie bereits gesagt, weiter auf einem recht geringen Niveau – Leukos z.B. knapp über 2.0). Es stellt sich jetzt aber z.B. die Frage, wie Puschels Möglichkeiten sind, sich im „normalen Leben“ zu bewegen. Sie hat das Angebot von dem Inhaber des benachbarten Schlosses in Schorssow, im dortigen Schwimmbad Wassertherapie zu machen. Sie hat dies jetzt auch bereits einige Male nutzen können, wofür wir sehr dankbar sind. Aber wenn das Blut noch schlechter wird, stellt sich die Frage, ob sie das weiter tun kann. Denn die Infektionsgefahr wird logischerweise immer größer. Puschel kann nach wie vor viel in der frischen Luft sein, weil hier im Norden das Wetter im Moment sehr sonnig und schön ist. Dafür sind wir sehr dankbar.
25. Apri 2009
Jetzt werden doch die Blutwerte durch die Chemo-Tabletten schneller schlecht als gedacht. Man hatte uns gesagt, dass dies, einhergehend mit zunehmender Schwäche, erst nach etwa 5 Monaten eintreten würde...
Sie ist jetzt doch schnell so schwach, dass die Freude an Aktivitäten schnell nachlässt. Schön ist für sie, dass das Wetter jetzt hier im Norden so anhaltend schön ist und sie doch oft draussen sein kann, auch wenn sie oft nur im Rollstuhl liegt.
Ihre Blickrichtung ist so wieder mehr die nach oben... in jeder Hinsicht. Bildlich, was die Blickrichtung ihrer Augen betrifft, seht ihr es an dem Foto der Kirschblüten oben. Und bildlich, was die Blickrichtung des Herzens anbetrifft, ist es der Blick auf unseren Herrn, der alles in seiner Hand hat.
Es ist ein grosses Geschenk für uns alle, dass nach wie vor Viele für sie beten und sie immer noch so viele Zeichen dieser Verbundenheit bekommt. Immer wieder wird sie von Menschen angesprochen, die sie überhaupt nicht kennt, die ihr aber sagen, dass sie, allein oder in der Gemeinde, für sie beten. Dieses “Wunder der Gemeinde Jesu” ist unglaublich stärkend und mutmachend! Gott segen jeden von euch!
19. Apri 2009
Zur Zeit gibt es nicht viel Neues zu berichten. aber das ist im Moment vielleicht auch gut so. Denn das bedeutet eben auch, dass es z.B. über die Chemo nichts Neues zu berichten gibt. Und das heißt: Puschel verträgt das alles weiterhin recht gut. sie ist verstärkt etwas mehr müde. Die Blutwerte sacken so langsam etwas weiter ab. Aber das hatten wir ja schon mal viel schlimmer (zur Zeit sind beispielsweise die Leukos bei 2.5).
Gut ist, dass Puschel sich weiter vorsichtig bewegen kann und darf. allerdings geht es nicht so gut wie vor der Reha, wo das Becken noch nicht so verschoben war. sie kann z.B. nicht mehr oder noch nicht wieder reiten, ohne, dass bestimmte Partien ihres Beins taub werden. Gut ist aber eben doch, dass sie draussen an der frischen Luft sein kann. Denn das ist für ihr Immunsystem von großer Bedeutung.
Nachdem Puschels Gärtringer Freunde vor einigen Tagen wieder abgereist sind, war nun ihre Freundin Eva mit Freund Johann hier und haben mit ihr gemeinsam die Ruhe und die Natur genossen. Jetzt wird es wohl wieder etwas ruhiger in Bülow sein.
12. Apri 2009
Zur Zeit ist das Wetter so schön und Puschels Möglichkeiten, draußen zu sein, auch. Das tut ihr gut. denn heute wurde Annelie, eine Freundin, in unserer Gemeinde getauft. Den Gottesdienst konnte sie gemeinsam mit ihren Freunden aus Gärtringen gestalten helfen mit Gesang und Anspiel usw. So waren die letzten Tage fürPuschel sehr ausgefüllt. Und das tut ihr gut.
Wie die Chemo (Tabletten) wirkt, können wir natürlich noch überhaupt nicht sagen. Es geht ihr nach wie vor erträglich gut mit den Tabletten. Und so ist es ihr möglich, am normalen Leben teilzunehmen.
Nach wie vor hat sie viele Gespräche mit Menschen, meist Jugendliche, in unserer Gemeinde und darüber hinaus. Sie hat viele Möglichkeiten, in ihrer und durch ihre Situation anderen eine Hilfe zu sein. Und das ist auch das Ergebnis eurer vielen Gebete und Ermutigungen!! Vielen Dank!
8. Apri 2009
Die erste Woche der Tabletten - Chemotherapie ist jetzt fast vorbei. Und wir können zumindest fürs Erste sagen: Puschel hat bisher alles gut vertragen. Ihr ist morgens oft übel, und sie braucht wieder länger, um in den Tag zu kommen. Aber es ist bisher alles erträglich.
Sehr schön ist, dass sie durchgängig in der Lage war, die frische Luft, Saba und den Grizzly zu nutzen. Freilich geht alles nur langsam und vorsichtig, aber das ist ja nicht schlimm.
Übrigens, inzwischen haben wir erfahren, dass Puschels “Wadenbein im Becken” schon gebrochen war, als sie - ihr seht es auf dem Bild hier links - am Bodenseehof den Studenten aus ihrem Leben berichtete. Und das heißt auch, dass sie die ganze Reha mit gebrochenem Wadenbein durchlaufen hat... Und da können wir wirklich noch dankbar sein, dass nicht noch Schlimmeres geschehen ist. Schwer zu verstehen, dass die Ärzte dort das Ganze nicht bemerkt oder beachtet haben... Nur gut, dass Gott alles unter Kontrolle hat!
Nun hoffen und beten wir darum, dass Gott alles irgendwie zum Guten wendet mit dem Becken. Und dass ER es schenkt, dass die Chemo wirkt und nicht zu viele “Collateralschäden” verursacht. wir halten euch auf dem Laufenden.
2. Apri 2009
Nun wollen wir euch so schnell wie möglich mitteilen, wie die Gespräche in Berlin verlaufen sind!
Es ging ja zunächst um die Frage einer eventuellen erneuten Chemo. Hierfür hatten wir ein wirklich ausführliches Gespräch mit der dafür zuständigen Ärztin, die sich sehr viel Zeit nahm und alles genau erklärte. Das Ergebnis ist, dass Puschel nun in den nächsten Tagen mit der Tabletten-Chemo beginnen wird. Dies ist allerdings keine so aggressive Hochdosis, sodass zunächst nur geringe Nebenwirkungen zu erwarten sind. Das Gravierendste soll das Abfallen der Blutwerte sein, allerdings ist auch dies nicht sehr stark zu erwarten.
Da wir allerdings ähnliche “Voraussagen” bereits bei früheren Chemos gehört haben, beten wir darum, dass Puschel in diesen Nebenwirkungen wirklich im erwartetetn Bereich bleiben kann. Wir werden sicher hier später noch etwas mehr erklären.
Für alle Fragen im Blick auf Puschels Becken hatten wir anschließend ein ausführliches Gespräch mit Dr. Tunn, ihrem früheren Operateur. Dieser hat das Ganze mit dem Bruch zwar nicht auf die leichte Schulter genommen, aber insgesamt sehr locker gesehen. Der Knochen wird wieder zusammenwachsen. Für eine OP oder andere gravierende Eingriffe sieht er keine Berechtigung. Puschel darf trotz des Bruchs soviel Bewegung und Belastung haben, wie sie sich zutraut und ohne größere zusätzliche Schmerzen aushält..
Diese Aussagen geben jetzt sehr viel mehr Sicherheit im gesamten Umgang mit allem. So kann Puschel an die frische Luft, kann weiter alles tun, was geht und muss eben nicht fest liegen. Wie gut, dass es Menschen gibt, die solche Erfahrungen haben...Er sagte, dass sich der Körper zu 90% selber heilt und wir nur einen kleinen Teil dazu beitragen können. Das ist ein Lob an unsren Schöpfer!
So hatten wir einen wirklich guten Tag und wollen Gott danken für alle Entlastung und bitten, dass es mit den Tabletten gut gehen wird. Er kann es schenken, dass die Schatten in der Lunge geringer werden oder in drei Monaten weg sind. ER kann. Wie gut!
1. Apri 2009
Morgen, am Donnerstag, haben wir nun erneut einen Termin in Berlin. Nachdem wir die letzten Aufnahmen von Puschels Becken haben und für die Statik im Becken sicherlich Handlungsbedarf besteht (es ist eben nicht nur der interponierte Knochen gebrochen, sondern auch die Statik des gesamten rechten Beckens verschoben), möchten wir gern eine eine fachliche Abwägung in Gang setzen. Es soll noch einmal abgewogen werden, was im Moment wichtiger ist: zuerst Beginn einer erneuten Chemo oder zunächste eine Stabilisierung des Beckens. Das Problem ist sicherlich, dass unter einer Chemo das Becken kaum stabilisiert werden kann. Das hätte zur Folge, dass Puschel wieder während der gesamten Chemo liegen müßte. Das wiederum würde alles an den Anfangsstand nach der Operation zurücksetzen mit allen Begleiterscheinungen für das Immunsystem und das Knochenwachstum usw. Dadurch würde aller Muskelaufbau in der Reha-Zeit usw. wieder zunichte gemacht werden.
So liegt die ganze Sache einmal mehr ganz komplett in Gottes Hand. Es ist sicher auch nicht ganz abwegig, sicherheitshalber noch einmal eine CT-Untersuchung von der Lunge zu machen, um den Befund zu verifizieren. Aber das werden die Ärzte sicher besser wissen. Für uns ist aber auch klar, dass Gott mit solchen Schatten (verdichteter Zellsubstanz) in der Lunge umgehen kann. Er ist der Schöpfer. ER ist der Herr.
Vielen Dank, wenn ihr einfach erst einmal für den morgigen Termin betet. Gott kann unseren Ärzten die nötige Weisheit schenken. ER kann auch die Dinge generell verändern! Und das ist mit Sicherheit kein Aprilscherz!! Danke für alles!
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28. März 2009
Heute haben wir drauf gedrungen, noch einmal eine Aufnahme von Puschels Becken zu bekommen. Hier könnt ihr deutlich sehen, wie sinnvoll das war. Der Bruch des Wadenbeins in ihrem Becken, das ja vor einem halben Jahr schon einmal brach, ist so gravierend, dass wir noch nicht wissen, wie es weitergehen wird. Wir hoffen, Anfang nächster Woche mehr zu erfahren. Puschel ist eigentlich mehr als sonst auf frische Luft angewiesen. Doch das ist sehr viel schwieriger geworden.
Gott allein weiss, wozu das gut ist und wie es weitergehen kann! Wir wissen zwar noch nicht mehr, wollten es euch aber gleich wissen lassen.
Danke für eure Gebete!!!!! Sie sind eine grosse Ermutigung!!
26. März 2009
Heute haben wir Nachricht aus Berlin erhalten. Die Ärzte sind sich sicher, dass es das Beste sein wird, Puschel erneut einer Chemotherapie zu unterziehen. Da die Schatten in der Lunge ziemlich eindeutig als Metastasen des Osteosarkoms gedeutet werden, will man es nun mit einer Chemo in Tablettenform versuchen. Beim letzten Mal gesch dies ja über den Port in den Blutkreislauf.
Man hat uns erklärt, dass hat die Metastasen noch so klein sind, dass man operativ noch nichts machen kann. Wir haben einen Termin in Berlin am nächsten Donnerstag. Dort sollen wir noch einige Fragen stellen können und evtl. einige Untersuchungen machen.
Da wir noch etliche Fragen haben, einige Dinge für uns noch nicht genügend geklärt sind, werden wir diesen Termin natürlich wahrnehmen. Wir hoffen und beten, dass Gott die noch offenen Dinge für uns schon vorklärt. Und wir beten darum, dass ER es entweder so führt, dass am Ende keine erneute Chemo nötig wird oder Puschel dies nicht nur gut verträgt, sondern es besser wirkt, als vor und nach der großen OP (letzteres kann man ja nicht genau sagen).
Es geht Puschel nach der Infektion wieder wesentlich besser. Leider ist sie im Moment sehr unsicher, was sie ihrem Becken zumuten darf und was nicht, da sie immernoch ähnliche Geräusche und Gefühle bei Bewegungen hat wie nach dem Bruch im letzten Sommer.
23. März 2009
Wir können euch natürlich jetzt nichts Neues sagen, was die möglichen Metastasen in Puschels Lunge betrifft. Allerdings ging es Puschel ja in den letzten Tagen, wohl wegen einer (Virus-?)Infektion ziemlich “mittelprächtig”. Sie konnte gestern auch noch nicht in den Gottesdienst unserer Gemeinde kommen.
Aber am Nachmittag wurde es dann zusehends besser. Abends konnte sie dann sogar Inge, eine Freundin aus Gießen, von der Bahn abholen. Jetzt hat sie wegen der Spuckerei usw. nach sehr langer Zeit mal wieder zwei Infusionen mit Flüssigkeit bekommen, damit der Wasserhaushalt irgendwie “auf dem Laufenden” bleibt. Aber ansonsten geht es wieder ganz gut. Und wir hoffen, dass sie möglichst schnell wieder auf die Beine kommen kann. Es ist ja enorm wichtig, dass die Fortschritte der Reha nicht gleich wieder im Nichts verschwinden...
Wir werden in den nächsten Tagen Kontakt zu den Ärzten vor allem in Berlin haben - sie hat auch wieder ein paar Knochen-Probleme in der Beckenregion - und euch auf den neusten Stand bringen, sobald wie Neues wissen!
Vielen Dank erneut für alle eMails und Signale eurer Verbundenheit und des Gebetes.
Der Herr ist Herr über alles!! Wie gut!
19. März 2009
Einige haben jetzt schon sehr auf neue Nachrichten gewartet, weil sie wussten, dass am letzten Montag die Vierteljahresuntersuchung war. Das ist auch alles gut gelaufen, wir konnten sogar am gleichen Tag zurück nach Hause. Das Problem war, dass dadurch, dass wir “nur” ambulant in Berlin waren, die Auswertung etwas länger dauerte.
Als die Berliner Ärzte sich bis heute nicht von allein meldetet, haben wir zwischendurch mehrfach dort angerufen. Puschel hatte bereits leise Befürchtungen, dass irgend etwas nicht in Ordnung sein könnte.
Leider ist genau das zutreffend!
Wir haben heute Abend die Nachricht erhalten, dass es einen Befund in der Lunge gibt! Es gibt einige kleine, sehr kleine Herde in der Lunge, die für die Ärzte die direkte Verbindung zu dem früheren Tumor im Becken (Osteosarkon) absolut nahe legen. Die Metastasen sind (wenn es denn wirklich welche sind) noch sehr klein (etwa 3-5mm)Sie sind jedoch durch die hochauflösenden CT-Aufnahmen eindeutig sichtbar.
Natürlich ist dies für uns und besonders für Puschel ein herber vor allem emotionaler Schlag. Es stehen sofort die schlimmsten Befürchtungen vor Augen.
Ja, wir wissen, dass Gott die Dinge in seiner Hand hält. Wir wissen, dass ER es geben kann, dass sich das Ganze als etwas anderes (Rückstände einer kleinen Lungenentzündung o.a.) erweist.
Und wir dürfen auch wissen, dass die Dinge selbst im schlimmsten Fall in Seiner Hand liegen.
Und wir wissen auch, dass ihr alle mit uns wieder verstärkt für alles beten werdet. Dafür schon jetzt vielen vielen Dank.
Die Berliner Ärzte werden jetzt mit verschiedenen Spezialisten beraten, was zu tun ist. Eine erste klare Empfehlung für weitere Schritte wird es erst in der nächsten Woche am Donnerstag geben. Wir halten euch auf dem Laufenden!
13. März 2009
Nun ist die Reha fertig!
Puschel hat sich aus Bayern verabschiedet und wird nun auch wieder froh sein über ihr Zu Hause.
Sie hat in der Zeit der Reha sehr viel gelernt und ist in Manchem große Schritte voran gekommen. Sie hat mich schon in Füssen damit überrascht, dass sie bereits in der Lage ist, ein paar Schritte ohne Krücken oder auch mit Krücken rück- oder seitwärts zu laufen. Das ist wiederum ein Meilenstein, ist es doch eigentlich von den noch vorhandenen Muskeln her bisher immer unmöglich gewesen. Sie hat viel im Wasser geübt und wird dies auch weiterhin tun. Da sind Bewegungen möglich, die ausßerhalb vom Wasser so nicht möglich sind, weil die Belastungen völlig anders sind.
Heute hatten wir einen vollen Besuchs- und Sitzungstag, angefangen am Bodensee über einen Besuch bei Familie Braun in Gärtringen (auf dem Foto ist Nora mit Puschel zu sehen) bis nach Heidelberg, wo Puschel Gespräche hatte im Blick auf eine eventuelle spätere berufliche Reha bis hin nach Wetzlar, wo sie nun im Hotelbett ruhig schläft. Hier hatte ich heute ein dienstliches Treffen. Morgen geht es dann von hier aus nach Hause.
Vielen Dank allen, die mit Gebet und Besuchen die Zeit der Reha begleitet haben. Für die Schmerz-Situation können wir nur weiter beten. Sie bracht noch immer zu viel Schmerzmittel.
Am Montag (16.) ist nun der nächste Untersuchungszyklus in Berlin geplant, bei dem es wiederum darauf ankommt, dass kein “Krebs-Rückfall” alle Bemühungen und Fortschritte zunichte macht. Nur gut, dass wir wissen, dass alles in Gottes guten Händen liegt. Danke für eure Gebete auch in der nächsten Zeit!
26. Februar 2009
Ich will euch kurz auf den neusten Stand bringen, auch, wenn es natürlich sooo viel nicht zu berichten gibt.
Denn Puschel ist nun Tag für Tag beschäftigt mit Training, Therapien und manchen Terminen. An den Wochenenden aber hat sie Zeit zum Ausruhe oder Zeit, Besucher zu empfangen. Das macht ihr wirklich Freude, dass immer mal wieder jemand reinschaut und mit ihr ein paar Stunden verbringt.
Sie ist jetzt recht gut auf die Schmerzen eingestellt. Sie bekommt eine höhere Dosierung auf andere Art von ihren Schmerzmitteln, sodass sie wirklich weniger Schmerzen hat. Der Nachteil ist jedoch, dass die Schmerzmedikament sie auch wiederum mehr müde machen. So hat sie nach der “Arbeit” oft nicht mehr die Kraft, Brief zu schreiben oder auch konzentriert zu lesen (das war ihre Stärke auch ohne Schmerzmittel nie...)
Aber so können wir hoffen, dass sie bei allen Übungen in dieser Zeit der Reha ein ganzes Stück weiterkommt. Wie lang die Zeit dort nun werden wird, ist noch ungewiss, eine Verlängerung ist beantragt.
19. Februar 2009
Meine lieben Freunde,
Seit fast einer Woche bin ich nun schon in Füssen auf Reha, und manch einer fragt sich wohl schon, ob ich mich in den Bergen verlaufen habe…
Durch die Hilfe von Christian Stöckigt, einem Freund unserer Familie, war es meinen Eltern möglich, mich zur Reha zu fahren und noch eine Woche im Süden zu bleiben und Esther, alias Mäuschen (meine Schwester), zu besuchen und mich in den ersten zwei Tagen zu begleiten. Christian ist gerade Tierpfleger und Haushüter. Maria, auch eine Freundin der Familie, war es möglich, uns auf der Fahrt zu begleiten.
Die Klinik mit all den Mittarbeitern ist, denke ich, gut, um Einiges zu lernen und hoffentlich auch, um meine Schmerzen besser unter Kontrolle zu bekommen. Ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr so starke Probleme mit den Schmerzen hatte wie in der letzten Zeit. Noch ist nicht klar, weshalb die Schmerzen so stark geworden sind.
Bitte betet um Hilfe für die Schmerzproblematik und dass ich so weit wie möglich die Reha nutzen kann, um wieder stabil auf die Beine zu kommen. Aber dankt auch, dass ich hier die Möglichkeit bekomme.
Ich freue mich sehr über Emails o.ä, aber bitte habt Verständnis, dass es mir nicht immer möglich sei wird, zu antworten, da ich hier Einiges an Programm habe. Ich werde viel intensive Physiotherapie, Wassertherapie, Thermotherapie, allgemein Muskelaufbau, Gespräche mit Ärzten, Vorträge etc. haben. Also alles andere als Urlaub.
Ach, im übrigen kann ich direkt auf die großen Berge vom Allgäu schauen und das Schloss Neuschwanstein!
Meine Adresse:
Lydia Holmer, Höhenstraße 56, 87629 Hopfen am See
Solltet jemand von euch sich überlegen hier vorbei zu schauen, dann ware es gut, wenn ihr mir vorher bescheid gebt, damit ich es einplanen kann.
Danke so sehr für all euer Anteilnehmen!
08. Februar 2009
Heute werden wir nun starten, um Puschel in die Reha nach Füssen in Bayern zu bringen. Vorgesehen sind erst einmal drei Wochen. Das könnte aber ja nach Verlauf und Einschätzung der Ärzte dort etwas länger gehen. Wir werden euch hier natürlich auf dem Laufenden halten. Und sicher werdet ihr auch bald von dort mal ein paar Fotos bekommen.
Gestern konnte Puschel noch zur Feier des 80. Geburtstags ihres Opas in Serrahn mitkommen. Von ihm gibt es seit drei tagen ein Buch im Hänssler-Verlag: “Uwe Holmer - der Mann, bei dem Honecker wohnte”
In den nächsten Tagen gibt es hier wieder mehr zu lesen.
Denkt einfach im Gebet weiter mit an Puschel. Denn nun wird es wichtig sein, dass sie lernt, besser mit den immer noch schweren Schmerzen um zu gehen. Gleichzeitig kommt es darauf an, dass sie lernt, noch besser mit ihrem gelähmten Bein zu leben.
01. Februar 2009
Es ist wirklich schön und immer wieder eine Ermutigung, zu erfahren, dass ihr immer wieder hier hereinschaut und dann auch für Puschel betet. Es gibt Puschel selbst am meisten Ermutigung. Aber wir hoffen, dass es euch ebenso ermutigt. Es soll einerseits ermutigen, unserem Gott zu vertrauen, andererseits helfen, zu sehen, dass Gott da ist und es IHM nicht egal ist, wie es uns geht. Manchmal fühlt man das zwar nicht so stark. Aber ER hat es uns fest zugesagt!
Puschel hat in den letzten Tagen wieder noch mehr zu kämpfen mit den Schmerzen. Und wir wissen noch nicht recht, woher sie genau kommen. Wir haben gezögert, entsprechende Schritte zu unternehmen, weil jetzt ihre Reha direkt bevorsteht (in einer Woche geht es los) und wir hoffen, dass gerade die Schmerztherapie dort in Angriff genommen werden kann.
Dabei ist es erstaunlich, dass gerade das Reiten auf Saba ihr eher Entlastung als Belastung bringt. Das liegt wohl am meisten an der Haltung der Beine und der Stellung des Beckens. Ansonsten ist sie im Moment doch sehr stark ans Bett oder den Liegerollstuhl gebunden. Sie müsste sonst immer mehr Schmerzmittel nehmen. doch das will sie nicht. so ist sie nach wie vor dankbar für alle eure Gebete und jede Ermutigung. Wir lassen hören....
22. Januar 2009
Meine Lieben,
Ich muss euch einfach mal was cooles erzählen. Am Dienstag bin ich nach Burg Schlitz gefahren um in einem kleinen Schwimmbad zu schwimmen. Es ist inbegriffen in einem Hotel wo wir freundlicher Weise von Außerhalb kommen dürfen. Es ist zwei Jahre her, wo ich das letzte Mal schwimmen war. Endlich bekam ich die Möglichkeit ohne Krücken zu laufen. Es war großartig vorwärts, rückwärts und auf Handstand im Wasser zu laufen. Wow, was für ein Erlebnis! Danke Gott!
19. Januar 2009
Wir sind unglaublich dankbar und froh, dass es Puschel nun schon so lange ziemlich gut geht. Logisch, dass es immer durchwachsen ist. Aber alles in allem ist es den Umständen entsprechend wirklich ein Wunder und jeden Tag neu ein Grund, Gott zu danken. Wissen wir doch, dass das überhaupt nicht selbstverständlich ist und dass viele andere ganz andere Erfahrungen machen müssen.
Es ist uns darum wirklich ein Anliegen, euch immer wieder teilhaben zu lassen an dieser Dankbarkeit und euch mit hineinzunehmen in die Freude am Herrn.
Immer wieder hat Puschel Möglichkeiten, in der Gemeinde mitzuwirken und manchen, besonders jungen, Menschen mit Rat und Tat und Gebet zur Seite zu stehen. Oft hat sie mit einigen Jugendlichen unserer Gemeinde ein Treffen zum Bibellesen und Beten. Und immer kann sie auch ihre Talente einsetzen, um Menschen zu erfreuen und ihnen zu helfen.
Sie bereitet sich nun schon ziemlich konkret auf die Reha in Bayern vor. Das soll am 10. Februar beginnen. Wir sind gespannt, ob sie das ein wenig weiterbringt mit dem Laufen und vor allem in dem Umgang mit den zeitweise immer noch sehr starken Schmerzen.
Wir werden euch hier auch weiter immer informieren und alle paar Tage neue Fotos präsentieren. Vielen Dank euch für jeden Blick hier hinein und für jedes Gebet für sie!
10. Januar 2009
Liebe Familie, liebe Freunde,
Kürzlich schrieb mir ein Freund, dass das letzte Jahr für ihn ziemlich schwer gewesen ist.
Da dachte ich darüber nach, wie das bei mir war… Ja, mein Leben war auch nicht leicht, aber es hatte auch eine Menge an Momenten der Freude. Unser Vater hatte eine Menge an Gutem für mich bereit. In meiner Erinnerung gibt es viele schmerzhafte Momente. Aber in meinem Herzen muss ich selten an diese Zeit denken. Immer wieder aber erinnert ER mich an die guten Zeiten.
Als ich noch als Kinderkrankenschwester gearbeitet habe, konnte ich nach der Arbeit nach Hause gehen und alle meine Sorgen und alles Leid, das ich dort gesehen hatte, auf IHN werfen. Welche eine Gnade ist es, ein Herz voller Freude haben zu können! Welch ein Geschenk! Das kann man in keinem Laden kaufen und sich auch nicht verdienen. ER liebt, und ich werde nie in der Lage sein, IHM das zurück zu geben, was ER mir schenkt. Und ich habe die Wahl, es anzunehmen oder aber an mir vorüberziehen zu lassen.
So wie Gott uns die Wahl gibt, ob wir Jesus als Sohn Gottes und als Retter annehmen wollen oder nicht. Wir stehen jeden neuen Tag vor der Wahl, ob wir mit Jesus den Tag bestreiten oder unsere eigenen Wegen gehen wollen. Wichtig ist, zu wissen, dass Er uns gemacht hat. Mit dieser Wahrheit im Hinterkopf ist es ein großer Unterschied, ob wir Ihn bestimmen lassen oder unsere eigenen Wege gehen. Die Bibel steckt voll von Wegweisungen für unser Leben. Wenn nicht ER, wer dann sollte den Weg wissen, den wir einschlagen sollten? Kann etwa eine Tonvase sagen, was mit ihr werden soll? Das kann nur der Töpfer, der diese Vase gemacht hat (Römer 9,20.21 oder Jer. 18,2ff; Jes. 29,16ff; 64,7))!!? Er weiß wozu wir auf dieser Erde sind. Wir finden die Antworten auf Lebensfragen nicht in dieser Welt. Wenn unser Leben außer Kontrolle gerät, dann ist wirklich die einzige sinnvolle Möglichkeit - Gott die Sache überlassen. Darum ist genau das Richtige für unser Leben – nach Gott fragen.
Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2.Korinther 12:9
Ich habe eine Notiz gefunden, die ich vor 3 Jahren schrieb. Alles was ich an diesem Tag schrieb, waren folgende Worte: „God is writing a story with us.“ „ER schreibt die Geschichte – mit uns“ Und Er tut es immer wieder. Und ER hat es bei mir getan. Aber nicht erst, als ich krank geworden bin. ER fing damit an, bevor ich geboren wurde. Er hat das gleiche für dein Leben getan. Und Er gab uns die Freiheit zu wählen. Er gab uns einen eigenen Willen. So ist es unsere eigene Entscheidung ob wir Gott unsere Lebensgeschichte schreiben lassen oder unsere eigenen Wege gehen. Wenn wir Abenteuer lieben, sollten wir Ihn besser ins Boot nehmen. Dann nämlich bekommen unsere Abenteuer Ewigkeitswert. Und sollten wir ein Leben mit innerlichem Frieden bevorzugen, dann sollten wir besser das gleiche tun. Wir sind hier auf dieser Erde nur Besucher. Aber die Frage ist, zu welchem zu Hause gehen wir nach unserem Besuch?
Diese Gedanken haben mich in letzter Zeit beschäftigt. Diese Gedanken sind in der letzten Zeit in meinem Kopf herumgeschwirrt. Im Dezember des letzten Jahres habe ich ein paar Sätze aufgeschrieben und gerade habe ich erkannt, dass es eine Kurzfassung auf meine gerade geschriebenen Sätze ist.
Wo trete ich hin? - In wessen Fußstapfen? - Wer gibt mir den Weg vor? - Laufe ich blind?
Was ist mein Ziel? Bin ich allein unterwegs? - Nur bei Ihm finde ich Ruhe! - Er ist mein Ziel! - Und allein gehe ich nicht! - Friede und Ruhe, Geborgenheit und Liebe - und unendliche Gnade - Ohne Ihn, was bin ich da?- Im Winde verweht. - Mit Ihm habe ich alles was zählt. - Vergebung auf ewig. Mein Freund, ich möchte dein Freund sein. Sei mein Vater- dein Kind
Ich weiß nicht, ob euch diese Worte helfen, aber ich wollte sie mit euch mal teilen.
Die Weihnachtszeit war anders, als sonst. Denn nun ist mein kleiner Bruder Silas in Afrika. Trotz allem bin ich dankbar, dass ich am Heiligabend an einem kleinen Gemeinde-Theaterstück mitwirken konnte. Auf diese Weise konnte ich ein wenig helfen, denn normalerweise kann ich viel körperlich anstrengende Sachen nicht tun, wie z.B. die Kirche reinigen o.a. (viele Pastorentöchter scheinen auch regelmäßig die Aufgabe zu haben, den Weihnachtsbaum zu schmücken…) In dem Spiel durfte ich einen Simeon spielen, der Joseph und Maria die Unterkunft in seinem Stall ermöglichte. Mit meinen kurzen Locken gehe ich im Moment gut als Junge durch…
Zwischen Weihnachten und Neujahr kamen meine Freundin Myri und ihr Freund Daniel. Wir hatten eine sehr schöne Zeit gemeinsam. Ein Höhepunkt war, dass sie sich am 1.1. verlobt haben. Und ich konnte zu den Allerersten gehören, die das erfahren haben…
Im Januar ist die Vorbereitung für den Beginn der REHA in Füssen im Allgäu geplant. Dort werde ich ab dem 10. Februar zunächst für drei Wochen sein.
Meine Hoffnung ist, dass ich im Gehen-lernen unterstützt werde und Hilfestellung beim gesamten Umgang mit den immer noch sehr starken Schmerzen bekomme.
Am 6. Februar hoffe ich, den 80. Geburtstag meines Großvaters hier in der Nähe, in Serrahn mitfeiern zu können, gemeinsam mit der „ganzen Sippe“. Da ich allein auf der Holmer-Seite ca. 50 Cousinen und Cousins habe, wird es eine große Sache werden (von der Seite meiner sind es noch einmal 20…).
An den Fotos könnt ihr sehen, dass ich nun wieder auf Saba reiten kann. Mein Muskel hat sich regeneriert, und so kann ich langsam wieder mein Bein trainieren. Nur das eiskalte Wetter hält mich manchmal etwas zurück…
Ich mußte auf meinen Fuss aufpassen, denn der wird schnell kalt, und das merke ich dann nicht oder zu spät.
Für heut habt ihr, denke ich, genug zu lesen von mir… Danke, dass ihr ein Teil meines Lebens, meine eigentliche Familie, nämlich Gottes Familie seid und dies auch immer wieder zeigt durch euer Gebet und alle Brief und anderen Zeichen eurer Verbundenheit.
Möge ER euer Jahr 2009 segnen und euch IHM näher bringen. Erinnert ihr euch? Das ist der beste Platz, an dem man überhaupt sein kann…
1. Januar 2009
Euch allen ein gesegnetes Jahr 2009!!!
Immer wieder wollen wir euch von Herzen danken, dass ihr hier immer wieder reinschaut und dann für Puschel und ihre Situation betet.
Im Moment liegt sie gerade sehr viel mehr als bisher. Denn sie hat sich einen Infekt “eingefangen”, der sie doch ganz schön beschäftigt. Das beginnt bei den ganz normalen Beschwerden, die wir alle in einem solchen Fall auch haben. Aber das wirkt sich bei ihr eben immer sehr viel stärker und vielfältiger aus. Es werden z.B. die Schmerzen deutlich stärker, was wiederum zur Folge hat, dass sie mehr Schmerzmittel nehmen muss. Das aber bedeutet auch wieder mehr Übelkeit, weniger Aktivität, mehr Liegen usw.
Darum ist gerade jetzt wichtig, dass sie dies sehr schnell überwinden kann. Ihr Immunsystem ist ja noch längst nicht voll wiederhergestellt. Darum hat sie natürlich auch gleich Antibiotika zu nehmen.
Eine aktuelle Meldung ist, dass sie nun am 10. Februar eine Reha beginnen kann und soll, und zwar in Füssen im Allgäu. Dort wird sie eine spezielle Unterstützung fürs Gehenlernen und auch eine Schmerztherapie bekommen können. Darüber werden wir euch später sich noch mehr Informationen zukommen lassen.
Sehr schön ist, das Puschel in der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel in unserer Gemeinde viel mitmachen konnte. Wir werden es euch sicher in den nächsten Tagen noch ein wenig mit Fotos zeigen können.
1. Korinther 10,13:
Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. ER lässt nicht zu, dass diese größer sind, als ihr es ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen
Zwischen Himmel und Erde ist ein Riss
Und ein Kampf zwischen Licht und Finsternis
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.
Zwischen Himmel und Erde sind wir noch
Und das, was wir nicht wollen, tun wir doch
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.
Mitten in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt,
Wir gehören zu dir und doch sind wir noch hier.
Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Ganz allein und verlassen von Mensch und Gott
Zwischen Himmel und Erde ausgestreckt,
Dort am Kreuz
Zwischen Himmel und Erde hängst du dort
Wo die Balken sich kreuzen, ist der Ort
Wo sich himmel und Erde trifft in dir
Dort am Kreuz.
Zwischen Himmel und Erde leiden wir
An Zerrissenheit auf dem Weg zu dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit
Zwischen Himmel und Erde ist ein Steg,
Und du selbst bist die Brücke und der Weg
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.
Zwischen Himmel und Erde stehen wir
Und wir treten in diesen Riss mit dir
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.
Du machst Himmel und Erde einmal neu
Doch dein Reich ist schon da und du bist treu
In dieser Zwischenzeit, in dieser Zwischenzeit.
(c) Albert Frey
Psalm 62,6-9
6 Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; er allein gibt mir Hoffnung.
7 Nur er ist ein schützender Fels und eine sichere Burg. Er steht mir bei, und niemand kann mir schaden.
8 Gott rettet mich, er steht für meine Ehre ein. Er schützt mich wie ein starker Fels, bei ihm bin ich geborgen.
9 Ihr Menschen, vertraut ihm jederzeit und schüttet euer Herz bei ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht.
Römer 8, 18:
Ich bin ganz sicher, dass alles, was wir zurzeit erleiden, nicht ist, verglichen mit der Herrlichkeit, die Gott uns einmal schenken möchte.
Du bist meine Zuversicht
Du bist meine Zuversicht, oh Herr meines Herzens;
alles Andere ist wertlos für mich, außer, daß Du bist. Du ? mein bester Gedanke, am Tag und in der Nacht, ob ich gehe oder liege ? Deine Gegenwart ist immer mein Licht. Du bist meine Weisheit, Du bist mein wahres Wort, ich bin immer mit Dir, und Du immer mit mir. Du bist meine Schild, mein Schwert für den Kampf. Du bist meine Rüstung, und Du bist meine Kraft. Ich beachte weder die Reichen, noch die leere Anbetung der Menschen, Du bist mein Erbteil, jetzt und für immer. Du und nur Du bist der Erste in meinem Herzen. Hocherhobener König des Himmels, Du bist mein Schatz, Du bist mein Schatz. Hocherhobener König des Himmels, wenn die Schlacht vorbei ist, dann erfüllt mich die wunderbare Freude des Himmels, sie strahlt so hell wie die Sonne. Christus meines eigenen Herzens, was auch immer geschehen mag, Du bist meine Zuversicht, mein König über alles, mein König über alles.
© 1998-99 shineMedia by David Decker
Ein Gedanke von Puschel zu “Amazing Grace” und Psalm 103: Wir fragen immer danach, dass Gott uns segnet. Sehen wir denn dann auch, dass ER uns segnet? Ich jedenfalls bin voll gesegnet! Und ihr?
Psalm 121
1 Ich schaue hinauf zu den Bergen - woher wird meine Hilfe kommen?
2 Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
3 Er wird nicht zulassen, dass du stolperst und fällst; der dich behütet, schläft nicht.
4 Siehe, der Israel behütet, wird nicht müde und schläft nicht.
5 Der Herr selbst behütet dich! Der Herr ist dein schützender Schatten über deiner rechten Hand.
6 Die Sonne wird dir am Tag nichts anhaben noch der Mond bei Nacht.
7 Der Herr behütet dich vor allem Unheil und bewahrt dein Leben.
8 Der Herr behütet dich, wenn du kommst und wenn du wieder gehst, von nun an bis in Ewigkeit
Unglaubliche Gnade
Amazing Grace (original text auf der engl Seite)
Die einen Schuft wie mich errettete!
Ich war einst verloren, aber nun bin ich gefunden,
War blind, aber nun sehe ich.
Es war Gnade, die mein Herz Furcht lehrte,
Und Gnade löste meine Ängste;
Wie kostbar erschien diese Gnade
Zu der Stunde, als ich erstmals glaubte!
Durch viele Gefahren, Mühen und Schlingen
Bin ich bereits gekommen;
Es ist Gnade, die mich sicher so weit brachte,
Und Gnade wird mich heim geleiten.
Der Herr hat mir Gutes versprochen,
Sein Wort macht meine Hoffnung fest;
Er wird mein Schutz und Anteil sein,
So lang das Leben andauert.
Ja, wenn dieses Fleisch und Herz versagen werden,
Und das sterbliche Leben enden wird,
Werde ich, hinter dem Vorhang, besitzen
Ein Leben voll Freude und Frieden.
Die Erde wird sich bald wie Schnee auflösen,
Die Sonne aufhören zu scheinen;
Doch Gott, der mich hier unten rief,
Wird ewig mein sein.